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Unsere Aktivitäten in West-/Osteuropa 2017

Die Katholische und die Russisch-Orthodoxe Kirche wollen den Weg des Dialogs und der Zusammenarbeit fortsetzen und sogar intensivieren.

In Osteuropa ist das Vakuum, das Kommunismus und Atheismus hinterlassen haben, in einigen Ländern durch Hoffnungslosigkeit und Kriminalität gefüllt worden. In dieser Situation die Menschen zu erreichen und pastoral zu betreuen, ist die größte Herausforderung für die Ortskirchen. Evangelisierung tut not. Deshalb förderten wir 2017 viele Exerzitienprojekte und die Ausbildung zukünftiger Priester und Schwestern. In Westeuropa hingegen unterstützen wir vor allem die Flüchtlingsseelsorge sowie Neuevangelisierungsinitiativen.

Easter march of friends of the Sisters of the Holy Family of Nazareth in Navahrudak. ©ACN
Ostermarsch der Freunde des Schwesternklosters der Heiligen Familie von Nazareth in Navahrudak.

In Osteuropa bemüht sich die Kirche unermüdlich, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. Dennoch konnte sie auch 2017 ohne Hilfe von außen kaum überleben. Einer von vielen Gründen hierfür ist, dass Bauprojekte nach dem Zerfall der Ostblockstaaten schnell, billig und unprofessionell durchgeführt wurden, da die Finanzmittel oft nicht ausreichten. Solche Gebäude zu renovieren, stellt für die Kirchen vor Ort eine große Aufgabe dar, an der wir uns im Berichtsjahr beteiligten.

Die Bemühungen um Verständigung begünstigen den Aufbau einer Gesellschaft, die auf Liebe, Hoffnung und Verständnis fußt.

Genauso wichtig wie die kirchliche Infrastruktur ist die Verständigung der Konfessionen untereinander, vor allem der katholischen und orthodoxen Kirche. Nach wie vor fördern wir hierfür interkonfessionelle Medienprojekte sowie die Ausbildung von Kirchenvertretern im Medienbereich, um der katholischen Kirche eine Stimme zu geben und zur Glaubenserneuerung beizutragen.

Flüchtlingshilfe

Obwohl die Zuwanderung von Flüchtlingen nach Westeuropa infolge von Einschränkungsmaßnahmen stark rückläufig ist, blieb die Zahl der Projektanträge 2017 auf dem Niveau der Vorjahre. Zum einen stehen nach wie vor praktische Hilfestellungen für Flüchtlinge als Teil des missionarischen Auftrags der Kirche im Vordergrund. Zum anderen war das Thema „Neuevangelisierung“ entscheidend für die Bewilligung von Projekten.

Refugees and displaced persons are normally first housed in gyms, where they are forced to cope with a lack of privacy. ©ACN
Flüchtlinge und Vertriebene werden meist zuerst in Sporthallen untergebracht, wo sie ohne jede Privatsphäre zurechtkommen müssen.

Flüchtlingsprobleme beherrschten auch das Jahr 2017. Noch immer sind Christen auf der Flucht in der Minderheit. Sie müssen durch humanitäre Unterstützung vor Diskriminierung und Bedrängnis geschützt werden. In den Herkunftsländern erschweren Krieg und Terror den Gläubigen das Ausharren. Hier leisten die Ortskirchen mit unserem Beistand bewundernswerte Hilfe.

Um mehr über die Arbeit von ACN auf der ganzen Welt zu erfahren, laden Sie bitte unseren Tätigkeitsbericht 2017 herunter.

Liebe Freunde, der Herr lasse euer Gebet und euren Einsatz für die Sendung der Kirche in aller Welt, vor allem dort, wo sie geistliche und materielle Not leidet oder diskriminiert und verfolgt wird, immer mehr Frucht bringen.

Papst Franziskus