©ismaelmartinezsanchez / ACN

Unsere Aktivitäten in Lateinamerika

Viele Jugendliche Zentralamerikas sind Opfer eines nicht erklärten Krieges zwischen den Drogenkartellen.

Mit mehr als 25 Millionen katholischen Gläubigen gilt Lateinamerika traditionell als der „katholische Kontinent“. Die Anzahl der gestellten Hilfsanträge für die Kirche in Lateinamerika ist 2017 mit 1.199 Bittgesuchen gegenüber dem Vorjahr noch einmal um rund 7 % gestiegen. Wesentliche Gründe hierfür sehen wir vor allem in der wirtschaftlichen Krise Venezuelas, Brasiliens und Argentiniens sowie der nach wie vor großen Not in Haiti. Insgesamt hat ACN auf dem Kontinent im Berichtsjahr 932 Hilfsprojekte mit einem Gesamtbudget von rund 12,7 Millionen Euro Euro umgesetzt. Das entspricht 15,5 % unseres weltweiten Fördervolumens.

Having obtained a car, the priest can reach remote parishes such as Señor de los Milagros in El Salvador. @ACN
Dank der Anschaffung eines PKW kann der Priester auch abgelegene Gemeinden wie Señor de los Milagos in El Salvador erreichen.

In Lateinamerika leben fast 40 % aller Katholiken weltweit. Dennoch nimmt die Zahl der katholischen Gläubigen dort seit 40 Jahren dramatisch ab. Durchschnittlich stellt die katholische Kirche noch ca. 70 % der Gläubigen, doch in den ärmsten Ländern Zentralamerikas El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua bilden die Katholiken nur noch 45–50 % der Bevölkerung. Der wichtigste Grund dafür liegt in dem Mangel an Priestern und an einer angemessenen Ausbildung.

Die Förderung der christlichen Bildung ist eines unserer wichtigsten Anliegen in Lateinamerika.

Diese Situation machen sich protestantische Sekten und Pfingstkirchen zunutze. Eine Stärkung der katholischen Kirche vermindert den Einfluss der Sekten. Deshalb geht die Hilfe von ACN in Lateinamerika verstärkt in die Aus- und Weiterbildung von Priestern und anderen pastoralen Mitarbeitern.

Mons. Mario del Valle Moronta Rodriguez, Bischof der Diözese San Cristobal, im Kreis der Gemeinde nach der Messe.

Besorgniserregend sind auch die Gewaltauswüchse der Drogenkartelle sowie die extremen wirtschaftlichen und kulturellen Ungleichgewichte in Lateinamerika. In den Peripherien der Großstädte und auf dem Land ist die Armut nach wie vor dramatisch. Dort leben und evangelisieren täglich Tausende Priester an der Seite der Ärmsten und Vergessenen.

Um mehr über die Arbeit von ACN auf der ganzen Welt zu erfahren, laden Sie bitte unseren Tätigkeitsbericht 2017 herunter.

Liebe Freunde, der Herr lasse euer Gebet und euren Einsatz für die Sendung der Kirche in aller Welt, vor allem dort, wo sie geistliche und materielle Not leidet oder diskriminiert und verfolgt wird, immer mehr Frucht bringen.

Papst Franziskus